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Der Weg nach Montreal und die Stadt selbst

Posted on June 12, 2010 at 11:07 PM

Am 11.6 war es dann soweit, es ging morgens gegen 10 Uhr auf nach Montreal in Kanada. Eine Strecke von gut 560 km lag vor uns und bei einer erlaubten Höchstgeschwindigkeit von 65mph (105km/h) ist man nicht wirklich schnell unterwegs. Teilweise ist auf manchen Abschnitten auch nur 55mph erlaubt. Also ist man schon etliche Stunden unterwegs, hält hier mal an um einen Happen zu essen (leckeres Thunfischsandwich in Lebanon an der Hanover Street, nicht zu verwechseln mit dem Libanon, hihi), dann mal eine Raucher- und Pinkelpause. Es ist einfach ein ruhiges und entspanntes Fahren und der Tempomat kommt auch oft genug zum Einsatz. Die neusten blinkenden Warnhinweise auf den Highways verbieten das Schreiben von Nachrichten während der Fahrt, hihi. Hin und wieder tauchten die Tafeln mit dem Hinweis "Don't Text & Drive, It's The Law" auf. Eine Fahrt durch mehrere kleine Bundesstaaten, bis man die Grenze nach Kanada erreicht. Kurz dem Zollbeamten ein paar Fragen beantworten, u.a. das keine Waffen an Bord sind, und dann gab es den Stempel in den Reisepass. Von dort ging es dann noch gut 150 km weiter nach Montreal. Als wir die Skyline von Montreal vor uns hatten, kamen wir wohl in den Berufsverkehr und haben für die letzten Kilometer sehr lange gebraucht. Ich glaube die letzten 25 km sind wir nur gerollt. Als wir dann so gegen 17 Uhr an unserem Hotel ankamen, waren wir echt platt von der Autofahrt. Schnell noch ein Supermarkt gesucht und beim Italiener etwas gegessen. Somit war ein weiterer Urlaubstag verstrichen. Ich habe dem 11.6 auch ein paar Bilder gewidmet, die während der Fahrt entstanden sind, nicht sehr spannend, aber auch das gehört zu einer Tour durch die USA/Kanada dazu. Leider muss ich @Tajaswelt von Twitter bis jetzt enttäuschen, uns ist noch kein Elch über den Weg gelaufen. Die Süße wünscht sich nämlich ein Elchfoto als Mitbringsel. :-))

Am nächsten Morgen, dem 12.6 stand Sightseeing ganz oben auf der Liste. Ein Blick aus dem Fenster versprach erst jedoch kein schönes Wetter, doch mit jeder Stunde wurde es schöner und nachmittags waren alle Wolken verschwunden und es strahlte die Sonne. Wir waren so gegen 10 Uhr in Montreal Downtown und stellten den Wagen auf einem recht günstigen Parkplatz ab. Für den ganzen Tag parken nur 5 Dollar, ist geradezu geschenkt. Dann ging es zu Fuß Richtung Altstadt und Hafen. Ich war überrascht, wie leer gefegt die Stadt um diese Zeit war, denn an einem Samstag hätte ich mit mehr Leben gerechnet. Wir gingen durch die Strassen und gerade Downtown fällt auf, wie sich Wolkenkratzer zwischen alten Gebäuden ihren Weg bahnen. Ein schönes Bild und irgendwie passt es auch zu dieser Stadt. Am Hafen angekommen zeigten sich dann auch so langsam mehr Menschen, da dort ein Festival mit dem Namen Eureka stattfand. In vielen kleinen Zelten wurden dort Erfindungen vorgestellt, die sich überwiegend mit verschiedenen Antriebsarten und deren Nutzung befassten. Es war eine Mischung aus Jugend forscht und Quarks & Co. Vom Hafen aus, hat man eine schöne Sicht auf die Insel Sainte Hélène mit der riesigen Aluminiumkugel und einem großen Freizeitpark. Das Hafengebiet und die Altstadt haben ein schönes Flair, aufgrund der vielen Cafes und Restaurants. Ich habe übrigens selten eine Stadt gesehen, in der es so viele Möglichkeiten gibt, zu Essen und zu Trinken. Nach dem Rundgang durch die Altstadt ging es weiter nach Downtown. Am Place Ville-Marie ging es in den Untergrund. Das ganze nennt sich Underground City und ist eine unterirdische Shopping Mall, ein weitverzweigtes System von Geschäften, Restaurants, Kinos, Kneipen und ähnlichem. Sie befinden sich auf verschiedenen Ebenen und sind durch Metrobahnsteige, Hochhauskomplexe und Außeneingänge miteinander verbunden. Mittlerweile hat Underground City eine Gesamtlänge von 29 km und es gibt dort 1600 Geschäfte. Natürlich haben wir als Shoppingbegeisterte nicht alle Geschäfte geschafft, hihi, aber es war schon beeindruckend einen Teil davon zu sehen. Nach Underground City ging es wieder ans Tageslicht und wir schlenderten weiter durch die Straßen von Montreal. Übrigens, die nett lachende LKW Fahrerin auf einem der Bilder in dem Album vom 12.6. war durch mich irgendwie abgelenkt und wollte bei Rot losfahren, merkte es und bremste. Da es sich um einen Wagen der Müllabfuhr handelte, wäre der Kollege hinten fast vom Wagen gefallen, aber zum Glück ist nichts passiert. Ein nettes Lächeln von ihr und ein paar nette Worte obendrauf und der Mann vom hinteren Teil des Wagens lächelte auch wieder. Wir gingen weiter durch Downtown und waren irgendwann wohl auf einer Haupteinkaufsstraße. Dort waren die anfänglich von mir vermissten Menschen, denn dort tummelten sich alle auf einer Straße. Es war nebenbei noch eine komplette Nebenstraße abgesperrt, weil dort reichlich Formel 1 Sponsoren ein Straßenfest abhielten. Es war unglaublich, was auf einmal hier los war. Wir haben uns das Straßenfest auch angeschaut und sind die Nebenstraße einmal rauf und runter gelaufen. Dann ging es langsam zurück zum Wagen, da es mal wieder ein langer und schöner Tag war. Abends waren wir dann nochmal beim Italiener, da es uns gestern dort so gut geschmeckt hat. Jetzt habe ich hier diesen Bericht noch geschrieben und morgen verlassen wir dann Montreal und es geht für 4 Tage nach Toronto. Die Bilder vom 11.6 und 12.6 findet ihr hier.

Bis dahin, ich melde mich wieder von Toronto.

Categories: USA Urlaub

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1 Comment

Reply Manuela Hamm
07:31 AM on June 13, 2010 
ein toller Bericht ist das :-) und 29km underground shopping mall ist eine echte Herausforderung. Ich wünsche euch beiden weiterhin viel Spaß
LG...Manuela